ADHS und / oder Bipolare Störung

Sehenswerter Fachvortrag von Prof. Reif


Jeder 5. Patient mit einer Bipolaren Störung wird auch eigentlich ADHS haben – häufig aber nicht erkannt.

In der klinischen Praxis ist aus meiner Sicht die Differentialdiagnose zwischen den emotionalen Besonderheiten der intermittierenden Dysphorie und affektiven Labilität und einer Bipolaren Störung (manisch-depressive Störung) alles andere als leicht. Spezieller bei jüngeren Erwachsenen bzw. gerade dann, wenn eben die Kompensation / Masking vorliegen. Ich erlebe aber viel zu häufig, dass eben eine Bipolare Störung, Typ II fehldiagnostiziert werden und dann eine störungsspezifische Therapie in die falsche Richtung läuft

Häufig werden dann etliche Erkrankungen auf einmal diagnostiziert bzw. mehr oder weniger willkürlich vergeben. Tatsächlich können ja auch „Symptome“ in Checklisten gegeben sein, bzw. eben Merkmale von Borderline oder einer hypomanen Episode erfüllt sein.

Prof. Reif führt sehr gut die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Thematik Stimmungsprobleme und Stimmungsschwankungen in diesem Umfeld auf.

Möge sich dieses Wissen auch bei den Psychiatern und Psychologen verbreiten und durchsetzen

Kommentar verfassen