Schlaf und Entwicklungsstörungen bei Kindern

Meine lieben beiden Kinder schlafen. Was eigentlich ein gutes Zeichen ist.

Nicht nur, dass dann bei den Eltern auch mal Zeit für sich und für Zweisamkeit (oder Weihnachtsvorbereitungen) sein kann. Sondern auch, weil gutes Schlafen ein günstiger prognostischer Faktor hinsichtlich dem Auftreten bzw. Nicht-Auftreten von Entwicklungsstörungen ist.

Eine aktuelle Studie von Erika Gaylor untersuchte dazu bei Vorschülern das Schlafverhalten. Wenn in der Vorschulzeit die Kids zuwenig Schlaf fanden, wurden sie häufiger als „hyperaktiv“ beziehungsweise als unaufmerksam eingeschätzt.
Hierzu wurden die Eltern von 6860 Kindern hinsichtlich ihrer Schlafzeiten und Wachphasen und dann in Hinblick auf ADHS-ähnliche Symptome befragt. Zwar waren Regulationsstörungen im Schlaf ein Hinweis auf typische Symptome für wie eben Aufmerksamkeitsstörungen oder motorische Unruhe. Umgekehrt zeigte sich aber nicht, dass als hyperaktiv und/oder unaufmerksam eingeschätzte Kinder nun zwingend Schlafstörungen aufwiesen.

Kinder, die aber im Alter von vier Jahren ein normales Ein- und Durchschlafverhalten ausweisen, haben eine sehr gute prognostische Chance, keine Entwicklungsstörungen im späteren Kindesalter zu entwickeln.

Derzeit geht man eher davon aus, dass eben Regulationssstörungen sich als eines von vielen Systemen eben auch auf den Schlaf auswirken. Es ist also nicht nur die Quengeligkeit oder übermässige Tagesmüdiglkeit, welche die Störungen der Aufmerksamkeit bedingen. Es ist eher eine Art „Marker“, der dann auch in anderen autonom gesteuerten Regulationsstörungen des Gehirns und des Körpers Probleme im Sinne einer neurobiologisch bedingten Entwicklungsbesonderheit zeigt.

Insofern: Schlaft schön durch meine Kinder 🙂

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