Messie-Syndrom versus ADHS-Unordnung









Nicht jedes Chaos ist gleich.

Manchmal sieht es von außen ähnlich aus.
Volle Tische, überfüllte Räume, Stapel, Scham, Überforderung.
Aber innerlich kann etwas völlig Unterschiedliches passieren:
Bei ADHS-Unordnung ist oft das Problem:
„Ich weiß eigentlich, was zu tun wäre – aber ich komme nicht in die Umsetzung.“
Bei einer Hortungsstörung ist oft das Problem:
„Ich kann mich von Dingen nicht trennen, weil Wegwerfen innerlich Stress, Verlust oder Alarm auslöst.“
Und manchmal liegt beides gleichzeitig vor.
Genau deshalb hilft Beschämung fast nie.
Nicht „Reiß dich zusammen“.
Nicht „Dann räum halt einfach auf“.
Nicht „Du musst nur mal konsequent ausmisten“.
Sondern: verstehen, was die Funktion des Chaos ist.
Ist es eher ein Problem von Startenergie, Priorisierung und exekutiver Steuerung?
Oder eher ein Problem von Loslassen, Verlustangst und emotionaler Bindung an Dinge?
Denn die Hilfe muss dann völlig unterschiedlich aussehen.
Bei ADHS braucht es oft:
sichtbare Systeme, Body Doubling, kleine Schritte, Timer, Entlastung, Medikation prüfen, alltagsnahe Routinen.
Bei Hortungsstörung braucht es eher:
spezialisierte Hilfe, behutsames Vorgehen, Motivationsarbeit, Arbeit im Wohnumfeld, Sicherheit zuerst – und keine Beschämung.
💬 Back & forth:
Woran merkst du im Alltag den Unterschied?
1️⃣ „Ich kann nicht anfangen“
2️⃣ „Ich kann mich nicht trennen“
3️⃣ „Bei mir ist es beides“
4️⃣ „Ich erkenne das bei Angehörigen“
Ein Emoji reicht auch:
🔵 ADHS-Chaos
🟠 Hortung / Messie-Thema
🟣 Überschneidung
🧩 noch unklar
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LG Martin
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