Medizinisches Cannabis bei ADHS

Kein Anspruch auf Kostenübernahme für Cannabis als ADHS-Therapie

Zu diesem Gerichtsurteil kommt ein Landessozialgericht. Und ich finde das auch gut so.

Selbst wenn es in extremen Ausnahmefällen subjektiv das Gefühl einer Besserung ergibt, was innere Unruhe bzw. Impulsivität und Anspannung angeht bzw. vielleicht in Hinblick auf Schlafstörungen, so macht neuropsychologisch bzw. rein rational die Gabe von Cannabis keinen Sinn bei ADHS.

Vielmehr verschlimmbessert sich die Situation.

Und die meisten mir bekannten Aktivisten, die sich für Cannabis bei ADHS einsetzen, haben eher eine lange eigene Karriere hinsichtlich Cannabis-Konsum hinter sich, so dass man sehr wohl hinterfragen darf, ob nicht Gewöhnung und sekundäre Schäden im Gehirn im Sinne von Negativsymptomatik bzw. amotivationalem Syndrom bis hin zu Cannabis-Psychose die Funktionseinschränkungen im Alltag besser erklären als nun eine meist nicht gut gesicherte ADHS-Diagnose. Zudem sind meistens mit den merkwürdigsten Begründungen die eigentlich vorhandenen „schulmedizinischen“ Behandlungswege nicht gewählt oder unzureichend durchgehalten worden. Wofür es ja auch Gründe geben mag.

Wie auch immer : Ich stimme dem Urteil des Gerichtes gerne zu.

Mehr dazu in dem Beitrag hier

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