ADHS Modeerkrankung? Interview von Prof Döpfner

Ehrlich gesagt: Ich ärgere mich ein wenig, dass derzeit vom Zentralen ADHS-Netz (www.adhs-netz.de) keine offizielle Stellungnahme zu den polarisierenden Artikeln und Aktivitäten in Sachen ADHS erfolgen.

Da werden abstruse Behauptungen in der FAS aufgestellt, die eindeutig der Meinungsmache dienen. Oder es gibt (sogar von der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie) ein merkwürdiges Treffen am 24.2. mit dem Ziel ein antipsychiatrisches bzw. „Ritalin-kritisches“ Memorandum in die Welt zu setzen. Weil die für Kinder- und Jugendpsychiatrie zuständige Referentin Psychoanalytikerin mit doch recht „merkwürdigen“ Vorstellungen ist. Das dies dann als „Expertentreffen“ deklariert werden darf, wo der gegenwärtige Stand der ADHS-Forschung mal komplett ausgeblendet wird, ist ein Skandal.

Wer wie ich schon über viele Jahre im Bereich ADHS bzw. Psychiatrie tätig ist, kennt diese Wellenbewegungen. Meistens wird aber wenig beachtet, wer aus der Antipsychiatriebewegung eben daran im Hintergrund beteiligt ist.

Nun gut. Ich bin sicher auch nicht gerade als grosser Anhänger von Prof. Manfred Döpfner bekannt. Döpfner ist leitender Psychologe an der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Köln. Er ist quasi das Sprachrohr des Zentralen ADHS-Netzes.

Nun findet man immerhin ein sachliches Interview von ihm zu der aktuellen Diskussion um ADHS, das ich mal zur Lektüre empfehle. Besonders auch Herrn und Frau Prof. Lehmkuhl (immerhin ist Prof. Lehmkuhl Chef in Köln….)

hier das Interview

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