Behandlungsschwerpunkt Computerspiel-Sucht und ADHS

Das war selbst für mich eine Überraschung. „Meine“ frühere Klinik in Bad Bramstedt, die ja auch einen Schwerpunkt ADHS im Erwachsenenalter eingeführt hat, widmet sich jetzt der Computer-Sucht bzw. wie es auf der Homepage und der Pressemitteilung heisst „pathologischer Computer-Gebrauch“. Wahrscheinlich kein Zufall, dass erst vor wenigen Tagen in der Presse über Computersucht berichtet wurde, da der Schön-Konzern gerne seine Nase in den Wind der Wirtschaftlichkeit (= Zielgruppen) hängt.

So kann man jetzt u.a. anhand von Checklisten ermitteln, ob man selber suchtgefährdet ist,  bzw. seine Kids und Teenager oder die Medienkompetenz eher präventiv durch eine Informationsbroschüre der BzGA fördern.

Den Zusammenhang zu ADHS hatte ich aufgrund einiger WoW-Clanleader in unserer Klinik u.a. für das aus meiner Sicht empfehlenswerte Portal Rollenspielsucht beleuchtet. Da findet man zahlreiche weitere Artikel und auch ein Forum, wenn man sich oder seine Teens nicht mehr vom Rechner wegbekommt.

2 Gedanken zu „Behandlungsschwerpunkt Computerspiel-Sucht und ADHS

  • 23.11.2011 um 17:55
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    Wichtiges Thema! Internetsucht (dieses Wort wird von der direkten Internethilfe als Rechtschreibfehler markiert, natürlich! Neu geschöpft, klar.) allgemein scheint bei ADHS-lern sehr verbreitet. Welch hinterhältige Verlockung auch, hier jedem Impuls der immer wieder neuen, und wahnsinnig vielen sich bietenden Anreize nachgehen zu können. Das Drama ist nicht zu übersehen, denn . schwierig wird es jetzt sich einer Sache näher zu widmen, eine große Gefahrenquelle also. Gerade für uns. Handeln ist schon bei den kleinsten Herausforderungen des Alltags gefragt. Aber stattdessen werden z.B. Gemeinsamkeiten im ADHS-Chat gesucht, welchen unbedingten Notwendigkeiten man gerade auch nicht nachkommt. Gegenseitige Bestärkung und Identifikation mit der Diagnose – immer schön rüber mit der Dampfwalze. Mir gefällt es dort, leider.

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  • 03.10.2011 um 05:56
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    Ein guter Ratgeber zu dem Thema ist auch „Computerspielsucht Therapie“ von Peter Jedlicka – derzeit leider nur direkt beim Verlag erhältlich, nicht über AMAZON etc.

    Heike Frenzel

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