Mathe ist doof – Von der Korrektur einer Mathematikarbeit

Anhand eines fiktiven Beispiels von Nele, Schülerin einer 6. Klasse, möchte ich die Herausforderungen für Eltern bei der Korrektur einer Klassenarbeit verdeutlichen. Die Aufgaben sind echt, die Geschichte an und für sich frei erfunden. Es geht mir hier um die Bedeutung von höheren Handlungsfunktionen wie Selbstüberwachung , Handlungskontrolle und Planung, Arbeitsgedächtnis und Motivation am Beispiel einer Mathematikklausur.

Bei Nele ist bisher keine Diagnose gestellt.  Ihr Bruder hat eine ADHS vom hyperaktiv-impulsiven Typ und wird mit MPH behandelt. Hier berichte ich von einem beliebigen Sonntag, sagen wir mal den 7.12.2014. Also dem 2. Advent. Irgendwo in Norddeutschland.

Neles Papa bekommt die Aufgabe, mit Nele die Klassenarbeit Mathematik zu korrigieren. Es wird langsam schon düster im Wohnzimmer der Familie. Nicht nur von der Helligkeit, auch von der Stimmung.  Bis zum Ende des Wochenendes ist Nele damit umhergeschlichen und behauptete, dass sie noch nicht korrigiert wurde. Was sich allerdings nun nicht darauf bezog, dass der Mathelehrer die Arbeit nicht korrigiert hatte. Sondern Nele hatte sich davor gedrückt….

Was dann kam, ist die Geschichte: Mathe ist doof – oder die Korrektur der Korrektur einer Mathearbeit.

Zunächst muss man einige allgemeine Dinge zum Verständnis dieses Dramas wissen. Nele ist im Prinzip naturwissenschaftlich interessiert. Vor 3 Wochen nahm sie an einer freiwilligen Hochbegabtenförderung der Schule teil und lernte dort im Informatikprojekt eine neue Programmiersprache („Scratch“) kennen. Sie ist kreativ begabt und interessiert sich für darstellendes Spiel. Ob sie hochbegabt ist, weiss ich nicht. Tut hier aber auch wenig zur Sache.

Im Schulunterricht attestiert ihr der Mathe- und Naturwissenschaftslehrer kein Interesse an Naturwissenschaften und Mathematik. Sie habe zu viel versäumt und sei zu verträumt.

Leider findet der Mathematikunterricht überwiegend in der 5. und 6. Unterrichtsstunde statt. Es sind 32 Schülerinnen und Schüler in der Klasse. Wie mein Sohn hat Nele als „Fahrschülerin“ das Pech, morgens um 6: 30 mit dem Bus abgeholt zu werden, um dann nach 17 Minuten Fahrzeit ewig noch vor der Schule warten zu müssen. Das soll jetzt nicht die Matheproblematik erklären. Wohl aber die Umstände.

Die Arbeit wurde in der 5. oder 6. Stunde geschrieben.

Ich habe versucht, zu verstehen, was da im Kopf von Nele vorgeht. Ich gebe zu, dass ich ja auch gerne Flüchtigkeitsfehler mache bzw. dann „stecken bleibe“. Möglicherweise ist also meine Herangehensweise bzw. meine Lösungen der Korrekturen auch nicht richtig. Aber es ist eine alltägliche Aufgabe von Papas und Mamas, sich damit rumzuschlagen.

Schauen wir uns Frage 1 der Mathearbeit an :

1. Frage : Formuliere, wie man gemeine Brüche dividiert

Aus Sicht des Lehrers wird eine einfache Rechenregel abgefragt.

Als Einstieg in eine Klassenarbeit beginnt der Lehrer mit einer Aufgabe  die ein hohes Abstraktionsvermögen von Nele erfordert. Zudem muss man wissen, was ein „gemeiner Bruch“ ist.  Aus Sicht von Nele sind alle Brüche gemein, fies und ekelig. Besonders die, die der Mathelehrer stellt. Es ist schon der erste ekelige Stil-Bruch an und für sich, so anzufangen.

Dafür können die Brüche aber nichts.

Aus Sicht eines Schülers ist das ein sicherer Ausstieg aus der Klassenarbeit. In der Arbeit wusste Nele  die Antwort, konnte sie aber nicht als Antwort so formulieren, wie es der Erwartung der Lehrer entsprach.

Die Antwort in der Korrektur der Klassenarbeit lautet : „Mann dividiert gemeine Brüche, in dem man das Reziproke des Divisors Multipliziert“.
Inhaltlich richtig, Nele  macht jetzt Flüchtigkeitsrechtsschreibfehler beim Abschreiben. Übrigens hat auch der Mathelehrer hier einen Fehler in der Rechtschreibung übersehen… Das lassen wir mal so durchgehen..

2. Rechenaufgaben = Berechne

Bei diesen Aufgaben ist leider allein schon von der Feinmotorik häufig nicht zu erkennen, welche Zahl Nele  eigentlich schreibt. Besonders die 5 sieht wie ein b aus.

Erkennbar ist übrigens über die gesamte Arbeit, dass die Schrift schlechter wird, bzw. sie die Zeilen dann nicht mehr einhalten kann.

a)     4/7 + 2/14
Hier vergisst sie das Kürzen und rechnet richtig (aber umständlicher)

8/14 + 2 / 14 = 10/14
Das ist ja richtig, aber unvollständig gekürzt

Einfacher wäre gewesen, wenn sie 4/7 + 1/7 gerechnet hätte = 5/7

b)

2  3/8 – 1  3/4
Sie  rechnet es richtig auf Achtel um

Also 16+3 / 8   – 8+3/8 =   19/8- 14/8 =   5/8

Super gemacht !

c) 12/9 * 72/3 =

Nele kommt auf 36 , hat aber den richtigen Rechenweg und kommt dann bei der Multiplikation von 4 * 8 auf 36 statt 32.

Richtig wäre zunächst 4/3 * 72/3 = 4/3 * 24/1 = 96/3 = 32

oder eben einfacher über Kreuz kürzen = 4/1 * 8/1 = 32

d) 21/7 :  63/3
richtig gerechnet, nicht gekürzt.

richtig wäre
21/7 * 3/63 zu rechnen, was sie  auch gemacht hat und auf 3/21 kommt.
Das kann man aber eben auch kürzen auf 1/7.

Rechenweg bzw. Rechenregel also gut verstanden, aber unvollständig angewendet.

Bei der Korrektur der Klassenarbeit vergisst Nele zunächst die Teilaufgaben zu trennen (in 2 a bis d). Zudem schreibt sie  die Aufgaben so eng nebeneinander, dass man keinen Abstand erkennt.

Sie  muss 3 mal neu anfangen und die erste Aufgabenkorrektur nochmal abschreiben. Je häufiger sie schreibt, desto unleserlicher wird die Schrift.

An dieser Stelle kommt es zum Konflikt zwischen Papa und Nele. Nele macht dicht und Papa wird immer wütender und hilfloser. Nele verschränkt die Arme auf dem Tisch und vergräbt ihren Kopf in den Armen. Sie schaut nicht mehr auf das Blatt Papier.

Sie schaltet ab. Dann wird sie aggressiv und wirft Gegenstände um sich.

Papa versucht, sie wieder zurück zur Aufgabe zu holen. Wird dabei immer wütender und hilfloser. Was Nele spürt und noch mehr dicht macht.

„Ich bin doof“ , so Nele.
„Papa hat mich nicht lieb und mein Bruder wird ständig bevorzug“

„Ich geh nicht mehr zur doofen Schule“

Papa beschliesst auf Rat seiner klugen Frau, hier aufzugeben. Er schickt den Rest der Familie Richtung Weihnachtsmarkt, wo eine Sonderverlosung von bereits am Vormittag gekauften Losen ansteht.

Dann hat er seine Ruhe und versucht sich wieder soweit runter zu regulieren, dass die Familie zurück kommen kann.

3. Bestimme x

Beispiele a)
7/5 -x = 1
richtig gerechnet, falsch aufgeschrieben

7/5-1 = x   Also zunächst die Aufgabe nach x umformen, indem ich x nach rechts der Gleichung hole und dann die 1 nach links (also von den 7/5 abziehen muss)

x = 2/5

Machen wir die Gegenprobe bzw. Plausibilitätsprüfung
7/5 = 1 2/5

wieviel muss ich davon Abziehen, damit ich 1 bekomme ?
Richtig : 2/5

b) 2/9 * x = 2/3
Nele  schreibt als Antwort 2/9 * 2/1 = 2/3

spätestens hier wird klar, dass die Aufgabenstellung bzw das Prinzip der Gleichung mit einer Unbekannten = x  überhaupt nicht mit eigenen Worten wiedergegeben werden kann.

Nele  müsste zunächst die Gleichung so umformen, dass x auf der einen Seite allein steht

dazu muss man

2/9x = 2/3    um x allein zu bekommen muss ich die rechte und die linke Seite der Gleichung jeweils durch 2/9 teilen

also

x = 2/3 * 9/2

jetzt 2*9  /  3*2 richtig kürzen (jeweils durch 2 und 3 ) oder als Zwischenergebnis
x= 18/6

x= 3

Gegenprobe zur Selbstkontrolle
2/9 * 3 = 6/9 = 2/3   stimmt also…

Teilen erfolgt nach der Aufgabe 1 der Klassenarbeit, indem ich mit dem Kehrwert (oder Reziprok) arbeite. Diese Aufgabe ist also im Prinzip eine simple Anwendung der Rechenregel von Aufgabe 1.

Nele  kennt die Rechenregel. Sie  weiss nur nicht, wie  sie hier angewendet werden  muss. So wie die Rechenregel in Aufgabe 1 als Korrekturantwort formuliert wurde, wundert mich das allerdings auch nicht.

Es mag mathematisch korrekt sein. Verbildlicht bzw. erklärt aber überhaupt nicht, was getan werden muss.

Kommen wir zur Aufgabe 3 c

25 : x = 1 /25

Nele  schreibt 25 : 25 = 1/25
Was will diese Aufgabe ? Ich muss wieder versuchen, x allein auf einer Seite zu haben.
Beispielsweise :
25/x = 1/25

25 = 1/25 *x    ich nehme  beide Seiten mit x mal.

25* 25 = x    ich muss beide Seiten der Gleichung mit 25 malnehmen

625 = x          hier muss ich aufpassen, dass ich keinen Flüchtigkeitsfehler machen

Diesen Teil der Klassenarbeitskorrektur hat Nele  „vergessen“.  Ich vermute, weil sie  gar nicht verstanden hatte, was da von ihr gewollt wurde.

Das bedeutet für mich, dass man diesen Aufgabentyp noch üben müsste bzw. überhaupt nochmal mit ihr  besprechen und bildlich erklärt werden muss, was da von ihr verlangt wird. Das wäre durchaus eine Aufgabe von Nachhilfe, da dort ein Wissensdefizit besteht.

Aufgabe 4 .

Für ein Erfrischungsgetränk mischt Anna 3/4 Liter Mineralwasser und 3/8 Liter Zitronensaft. Sie verteilt das Getränk gleichmässig auf 7 Gläser. Wie viel Liter sind in jedem Glas?

Zunächst muss man versuchen, alles auf Achtel umzurechnen.
Bleiben wir erstmal anschaulich. 3/4 bedeutet, dass bei einer Literflasche 750 ml drin sind bzw. 6/8 l (jeweils mal 2 genommen)

Wir haben also 6/8 Mineralwasser und 3/8 Zitronensaft (oder 2 Teile Mineralwasser und ein Teil Zitronensaft). Zusammen 1,125 l, die wir auf 7 Gläser gleichmässig verteilen sollen.

9/8 = 1 l und 1/8 Erfrischungsgetränk sollen jetzt auf 7 Gläser verteilt werden.

Das macht mir die Mathelehrerin  dann bitte beim nächsten Elternsprechtag mal praktisch vor, wie exakt sie das macht. Ich spendiere die Flaschen.

Füllen Sie bitte in der nächsten Mathestunde aus den Flaschen mit dem Gesamtinhalt 1,125 l in übliche Trinkgläser von 250 ml die 7 Teile ein, so dass jedes der 7 Kinder exakt den gleichen Anteil von 9/56 l  = 0,16071429 l erhält.

In der Klassenarbeit hat sie  den Rechenweg völlig richtig :

(3/4 + 3/8) :7 = x

Sie  rechnet weiter richtig:

x= 9/8 * 1/7

Dann kommt ein Flüchtigkeitsfehler und sie  kommt zu dem Ergebnis 1/56, weil zwar richtig im Nenner 8*7 zu 56 multipliziert, dann aber im Nenner nicht 9*1 sondern nur 1 behält.

x = 9/56 l

Kann man da eine Kürzung vornehmen ? Nee.

Kann man das verständlicher machen ? Ja.
Für diese Aufgabe möchte ich den Mathelehrer für die Lehrkraft des Monats vorschlagen. Er  hat entweder selbst die Aufgabe vorher nicht durchgerechnet und erkannt, dass es sich um eine völlig unpraktische Grössenordnung im Ergebnis handelt, oder aber – weit schlimmer – dies vorsätzlich in Kauf genommen oder absichtlich so „brüchig“ geplant.

Das ändert nichts an der falschen Lösung der Aufgabe.

Aber spätestens hier steigt ein Kind mit Störungen der höheren Handlungskontrolle aus. Weil es doch nicht sein kann, dass bei einer scheinbar so pragmatischen / zweckgebundenen Aufgabenstellung und eine Menge von 1 l und 125 ml nun so eine krumme Zahl herauskommt, die man gar nicht einfüllen kann.

Viele (Kinder) denken zweckgebunden bzw. versuche, sich ein Bild von der Lösung zu machen. Dies muss doch hier misslingen und es kommt zu einem Konfusionszustand im Gehirn.

Schlimmer ist die Korrektur der Klassenarbeit.

Nele  kommt in der Korrektur der Klassenarbeit auf 63/8 l Mischgetränk . Damit vermehrt sich jetzt das Erfrischungsgetränk schlagartig…

Hier wird klar, dass  die Grössenordnungen gar nicht beachtet bzw. eine Plausibilitätsprüfung unterbleibt. Die Aufgabenstellung ist aber eben auch so, dass es an fehlender Zweckmässigkeit bzw Anschaulichkeit nicht zu überbieten sein dürfte. Und das, obwohl es sich ja um eine durchaus anwendungsorientierte Aufgabe handelt.

Nele rechnet jetzt
(3/4 * 3/8) : 7   und macht sich das Leben unnötig schwer, weil sie Addition und Multiplikation verwechselt, obwohl sie es in der Klassenarbeit ja richtig hatte.

Für mich ist gerade die Korrektur ein Beispiel dafür, dass sie  die Aufgabenstellung überhaupt nicht mit einem praktischen Sinn verknüpft. Man könnte fast an eine Dyskalkulie denken, wäre nicht die Aufgabenstellung wiederum derart un-sinnig in der Grössenordnung, dass kein normal denkender Mensch auf das Ergebnis kommen würde bzw. damit eine Grössenordnung verbindet.

Aufgabe 5

Karina spart für ein Fahrrad, das 480 Euro kostet. Ihre Oma sagt ihr ein Drittel des Preises zu , die Patentante will ein Viertel des Preises geben und die Mutter übernimmt ein Fünftel des Preises.
Karina selber möchte monatlich 10 Euro Taschengeld zurücklegen.
Wieviele Monate muss sie für das Fahrrad sparen ?

In der Klassenarbeit erkennt der Mathelehrer, dass Nele  das Vorgehen richtig macht. Er rechnet nur aus Flüchtigkeitsfehlern (oder Nichtkennen des 1*1, was ich aber nicht glaube) wiederum falsch :

1/3 von 480 Euro sind bei ihm 150 Euro

und 1/ 5 von 480 Euro (der Mutter) dann 68 Euro

Im sonstigen Vorgehen kommt Nele  sogar zur richtigen Antwort von 11 Monaten.
Auch hier erschliesst es sich mir nicht, was die Aufgabenstellung und das Ergebnis von 10,4 Monaten soll.
In der Korrektur der Klassenarbeit wiederholt sie  diese Fehler.

Richtige Lösung wäre
Oma gibt 1/3 von 480 = 160 Euro

Tante 1/4 von 480 = 120 Euro

Mama 1/5 von 480 = 96 Euro

Ich verzichte hier mal auf die Lösung mit den Brüchen.
Wir addieren jetzt die Summen 160 + 120 + 96 Euro zu = 376  Euro
Von den 480 Euro dann noch 480-376 = 104 Euro , die mit jeweils 10 Euro nach 10,4 Monaten also aufgrundet 11 Monate abbezahlt wären.

Sicher geht es bei einer solchen Textaufgabe darum, abstraktes Denken und die richtige Anwendung von Regeln zu prüfen. Aber auch hier stellt sich die Frage, welche Mama 1/5 von 480 springen lässt und warum dann so ein Ergebnis herauskommen muss.

Aufgabe 6
Bilde die Aufgabe und berechne dann
a) Addiere 8 zum Quotienten aus 4/3 und 3

Wie der Lehrer rot anschreibt, verwechselt sie Differenz = Minus
und Quotient = Teilen :

Der Quotient aus 4/3 und 3 ist wohl 4/3 geteilt durch 3, oder ?

also x = 4/3 :3   = 4/3 * 1/3 = 4 /9
Was muss ich also machen ?
erstmal 4/3 durch 3 geht auch als 4/3 mit dem Kehrwert multiplizieren. Also komme ich dann auf die Neuntel…

b) Multipliziere die Differenz  aus 8/5 und 7/6 mit 2/15

Was gibt es hier zu beachten
1. Differenz bedeutet Abziehen also zunächst (8/5 – 7/6) und das dann mit 2/15 malnehmen.

2. Zunächst muss ich die Klammer bzw. die Differenz rechnen (wenn ich es nicht noch umständlicher machen will)

8/5 – 7/6    bedeuet, dass ich auf Dreizigstel (1/30) umrechnen muss
8*6/30 – 7*5/30 = 48/30 – 35/30= 13/30

die muss ich dann mit 2/15 malnehmen
also 2/15 * 13/30 = 2*13/ 15*30   oder gekürzt 13/15*15  = 13 /225

nur um mal eine praktische Grössenordnung dieser Zahl zu geben, das sind 0,05777778.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich bin sehr dafür, dass Gymnasialkinder in abstraktes Denken bzw. die Regeln der Bruchrechnung eingeführt werden. Es muss nicht immer simpel sein. Diese Art von Lösungen muss aber selbst den interessiertesten Kindern die Lust an Mathematik vergraulen.

Schauen wir uns aber mal an, welche Ergebnisse denn nun hier in der Klassenarbeit  jeweils „richtig“ sind, so geht mir persönlich die Hutschnur hoch.

So. Die Zusatzaufgabe löst ihr allein :

9 * (1 2/7 + (4:3/2)- 4/9 )

Ich habe mal bewusst „laut“ gedacht, was ich bei der Lösung der Aufgaben bzw. der Korrekturen  gedacht habe. Ich nehme Fehler bzw. Unstimmigkeiten gerne in Kauf.

So wie es andere Väter und Mütter ja auch erleben würden.

Womit wir dann zu der weitaus interessanteren Frage kämen, was man jetzt mit Nele so anstellen könnte bzw. ob und wie ihr zu helfen ist.

16 Gedanken zu „Mathe ist doof – Von der Korrektur einer Mathematikarbeit

  • 11.12.2014 um 10:12
    Permalink

    Mathe ist schon toll, wenn man es in Bezug zur Realität setzt. Wenn die Aufgaben sich in der Lebensrealität anwenden lassen.

    Klar soll abstraktes Denken und Umsetzen von Formeln gelernt werden und muss auch abgeprüft werden.
    Aber, gestern Abend hatte ich noch eine Diskussion mit meinem Mann, wie man Stückzeiten ermitteln kann um eine Gesamtleistung berechnen zu können (Auslöser war eine Matheaufgabe der Kinder). Tja, und da fiel mir erst mal wieder so richtig auf, dass ein Maurer, ein Zimmermann oder ähnliches in den Mathe-Büchern gar nicht mehr vorkommt. Entweder ist es sehr konstruiert oder hat einen Event-Bezug. Mit praktisch erfahrbaren Dingen hat es nichts mehr zu tun. Und man kann so vieles in einen praktischen Bezug bringen.

    Selbst in der Grundschule wird selten etwas gerechnet, was direkt im Alltag nachvollzogen werden kann. Auch daran hakt es in unserem Schulsystem. Der Bezug zur Praxis und das dadurch leichter verständlich machen ist verloren gegangen.

    Antwort
    • 11.12.2014 um 16:00
      Permalink

      Hi Anita,

      mich würde mal interessieren, in welchem Bundesland Sie das so beobachten. Zumindest hier in NRW empfinde ich die Lehrplanentwicklung eigentlich gegensätzlich zu dem, was Sie schildern. Also in der Primarstufe freundlicher und mit mehr alltäglichen Entsprechungen, als früher noch.

      So im Allgemeinen scheiden sich speziell bei Mathe m.E. aber die Geister, wenn es darum geht, ob speziell für matheschwache SuS nun ein prozedurales oder konzeptuelles Vermitteln erfolgsversprechender ist. Diese Diskussion gibt es (vor allem auch immer mal wieder im Zusammenhang mit PISA) und ich persönlich finde sie sinnlos, weil „matheschwach“ ein erstmal inhaltsleerer Begriff ist, der das zugr. Problem nicht bezeichnet.

      Nun bin ich überhaupt kein Dyskalkulie-Experte und wir haben aktuell auch niemanden hier, der da Profi ist. Wir haben aber dennoch schon häufig beobachten können, dass es SuS mit Matheschwäche gibt, die mit „Mathe nach Kochrezept-Manier“ langfristig besser fahren. Die schönen, lebensnahen Erklärungen führen bei diesen SuS dann kurzfristig zu einem „achsoooooooo!“, aber das täuscht. Langfristig bringt es in der Sekundarstufe in meinen Augen nichts mehr, diesen SuS Mathe primär konzeptuell vermitteln zu wollen, da bleibt nichts hängen und es kann sogar überfordern, wenn von den Kindern erwartet wird, auf die Weise mathematisches Grundverständnis aufzubauen.

      Sind jetzt aber nur meine Erfahrungen und es handelt sich bei uns eben auch um Kinder mit zusätzlichen Lern- und Arbeitsstörungen – vielleicht gibt es da einen Zusammenhang?

      Antwort
      • 11.12.2014 um 20:55
        Permalink

        Ich komme ebenfalls aus NRW. Die Kinder sind an Gymnasien. „Leider“ haben sie zum Autismus und ADS auch noch eine Hochbegabung bzw. überdurchschnittliche Begabung.

        Ich habe es so erlebt, dass das Wissen aus dem Schulbuch zwar sitzt und abrufbar ist (ich schrieb ja, dass Mathe nicht unsere Baustelle ist, wir haben es eher mit dem wörtlichen Verstehen von Texten, der Suche nach Metaphern und anderen „Nettigkeiten“ zu tun) aber nicht im realen Leben angewandt werden kann.

        Was nützt einem das beste Buch-Wissen, wenn man es in der Realität nicht anwenden kann? 😉

        Und gerade Bruch- und Prozent-Rechnung sowie der Dreisatz bietet sich ideal dazu an, direkt im Alltag anzuwenden. 💡 Der Stochastik wird gerade in der SEK I dafür umso mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Ebenso der Erstellung von Statistiken. Das bringt aber die Kinder nicht dazu, Statistiken oder Blogspots richtig lesen zu lernen.

        PISA ist für mich wie VerA (Klasse 3) oder LSE (Klasse 10) nur ein Abrufen des Zustandes der Schulen als solches. Substantiell kommt da nach meinem Empfinden nicht viel bei rum.

        Was ich an den neuen Lehrplänen in NRW kritisch sehe, ist dass so viel in die Eigenverantwortung, Gruppenarbeit und Selbstorganisation geschoben wird. In vielen „Neben“fächern selten das Lehrbuch genutzt wird und die SuS sich im Internet frei informieren sollen. Dann aber nicht zuverlässige Quellen genannt werden und es dadurch zu Verwirrungen und Desinformationen kommt. Zudem habe ich zusätzlich beobachtet, dass das in Gruppen einzeln erwirtschaftete Wissen sich nicht für einen Lerneffekt der ganzen Klasse eignet. Dann weiß eine Gruppe über ein Spezialthema Bescheid, der Rest hat „brav“ zugehört und nichts verstanden!! Hat man dann auch noch SuS, die sich schwer tun mit diesen Punkten und hier eher die strikte Anleitung benötigen, dann produziert man Schulversager bzw. Minderleister.

        Und in der Primarstufe erlebe ich beim vierten Kind die vierte Reform des Lernens. Sei es schreiben oder rechnen. Immer neue Lehrwerke, mehr Freiarbeit, frei Einteilung der Hausaufgaben, jahrgangsübergreifender Unterricht (1-2 oder 1-4) und dann erproben am „lebenden Objekt“ also an den Kindern. Das kann gut gehen, wenn der Lehrer kritisch immer wieder neu schaut. Wird dieser krank oder ist die Eigenverantwortung der Kinder nicht hoch genug, dann geht es nicht gut.

  • 10.12.2014 um 19:37
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    Diese Fragen

    Zitat: „Um nur mal beim Lehrer anzufangen :
    1. War der Unterricht hochstrukturiert, d.h. lehrte er wirklich etwas ?
    2. Wo blieben Lernstandskontrollen bzw. Rückmeldungen über Defizite im Unterricht an die Schülerin bzw. die Eltern
    3. Wurden Hausarbeiten kontrolliert, wo man Lernstandsdefizite erkennen könnte ?
    4. Gibt es eine Modellkorrektur dieser Klassenarbeit `?
    5. Warum gibt es keinen Notenspiegel, wo man seinen eigenen Lernstand überprüfen kann (diese Arbeit ist insgesamt grottig schlecht ausgefallen, obwohl die Aufgaben ja “lösbar” sind).
    6. Sind da 32 schlechte Schüler in einer Klasse unglücklich statistisch zusammengetroffen oder macht ein Lehrer seine Arbeit nicht ?“

    sind gut. Und einen Überblick darüber kann man nur gewinnen, wenn man kontinuierlich das Kind bei der Arbeit beobachtet. Sprich ab und zu in das Matheheft des Kindes schaut.

    Nach zwei solcher Arbeiten würde ich dringend empfehlen, mich mit anderen Eltern über diese Art Mathematik auszutauschen. Da erlebt man wahre Wunder.

    Dem Vater des Kindes empfehle ich einen guten Vorrat an Schokolade. 😉

    Wir kämpfen GsD nur in den sprachlichen Fächern solch merkwürdige Kämpfe. Und da liegt es einwandfrei am „chaotischen“ Lehrer, der sich selber widerspricht und alles in die Lern-Kompetenz der Kinder durch Gruppenarbeiten abgegeben hat.

    Wer übrigens Gruppenarbeiten erfunden hat, dem möchte ich gerne meine persönliche Meinung dazu mal mitteilen. Für meine Kinder ist es ein Ding der Unmöglichkeit schlechthin und der Lernerfolg gleich Null.

    Sollte also ein Mathematiklehrer auf die absurde Vorstellung gekommen sein, Kinder in Gruppen sich Mathematik selber beibringen zu lassen, ergeben sich og Probleme sehr schnell.

    Antwort
    • 10.12.2014 um 09:02
      Permalink

      Oh ja. Ich empfehle hier mal die Lektüre im Forum des ADHS-Deutschland von frustrierten Eltern zum Thema Schule und ADHS.

      Und ich werde wohl noch viel viel mehr über die Klassenarbeit schreiben. Notfalls ein ganzes Buch.

      Antwort
      • 11.12.2014 um 14:01
        Permalink

        Da erfahre ich nicht so viel Neues…..meine Haltung: adhsler bringt es mehr voran, wenn sie ihre Lücken an neuen ( gleichartigen) Übungen schließen können als olle ( fehlerhafte) Kamellen aufzuwärmen. Nebenbei: ich habe in meinem ganzen Leben noch keine eigene Klassenarbeit korrigiert …..man kann es auch ohne weit bringen
        ( na ja, die heutigen Kids werden halt richtig getriezt, was wir damals hatten, war easy – aber die Jobs, die wir jetzt machen, sind es nicht und wir sind trotzdem gut darin 😀)

  • 08.12.2014 um 20:10
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    Ja, viele Kinder (aber durchaus auch Erwachsene) gehen bei Mathe unreflektiert-mechanisch vor. M.E. kann es aber auch ein legitimer Weg sein, sich bis durch’s Abitur zu winden, ohne jemals zugrundeliegende mathematische Verfahren begriffen zu haben, wenn es eben nicht anders funktionieren will. Irgendwann tun die Eltern dann gut daran, die vier (minus) in Mathe zu akzeptieren bzw. lieben und schätzen zu lernen – und gleichsam auch das Stresslevel und die (oft nicht zu unterschätzende, mitunter enorme) Arbeitsleistung, die das Kind für diese Note aufgebracht hat. Das entstresst letztendlich nicht nur Nele, sondern auch Papa und den Rest der Familie.

    Aber Problem ist eben oft, wie es ja hier bei Nele auch beschrieben ist, dass die betreffenden SuS auf Veranschaulichungsmittel angewiesen sind oder darauf, dass die Aufgaben möglichst lebensnah gestaltet sind. So funktioniert Mathe in der Sekundarstufe I Gymnasium aber nicht mehr. Aufgabenstellungen, wie die mit den 9/56 l, sind ja deshalb mitunter so absurd gestaltet, damit kleinstschrittiges mathematisches Verständnis sicher überprüft werden kann. Das ist für Kinder mit Rechenschwäche in der Prüfungssituation sicher nicht gerade motivierend, aber wie willst du sonst den Schwierigkeitsgrad in der KA strukturieren, ohne auf eine im Fließtext vorgegebene Problemstellung zu verzichten? Zum Zeitpunkt der KA sollte ja i.d.R. schon soweit geübt worden sein, dass ein Transfer geleistet werden kann bzw. dass eine ausreichende Sicherheit bei den Verfahrenstechniken entwickelt wurde. Ist das der Fall, irritiert die Diskrepanz zwischen inhaltlichem und mathematischem Sinn auch nicht. Und wenn doch, reicht es eben leider nur für die vier.

    Bei Nele sind ja im Allgemeinen gleich mehrere Problembereiche beschrieben, die sich nicht allein auf mögliche Defizite im mathematischen Grundverständnis beziehen. Ich würde vom klassischen Förderunterricht abraten und eine integrative Matheförderung anregen, bei der flankierend auch die allgemeine Arbeitsroutinen von Nele beleuchtet und korrigiert werden (und auch gleich mal auf Dyskalkulie/Rechenschwäche gecheckt wird). Außerdem könnte man mal bspw. schauen, ob ein Füller mit Kalligraphiefeder was hilft. Kein Witz.

    Was ich mich außerdem fragen würde, ist, ob Leistungsangst bei der fiktiven Nele ob der laufenden Tadel des Lehrers und dem Stress mit Papa beim Mathepauken eine zusätzliche Rolle spielen könnte. Und da frage ich mich auch, weshalb der Aspekt Hochbegabung (Stichwort Diskrepanzerfahrung) keine Rolle spielen sollte?! Das sind m.E. Prädikatoren für (zusätzliche) Leistungsbeeinträchtigungen, die man bei Nele berücksichtigen könnte.

    PS: Ich check bei der Zusatzaufgabe irgendwie nicht, ob mit „..(4:3/2)..“ jetzt „((4/3)/2)“ gemeint ist?! Wenn ja, käme, wenn mich jetzt nicht alles täuscht, was unverschämt Absurdes bei raus 😀

    Antwort
    • 09.12.2014 um 07:48
      Permalink

      Mein Problem ist zunächst, dass man ein kleinschrittiges Vorgehen zur Beschreibung bzw. zum Verständnis des Problems von Nele entwickeln muss.
      Gibt es dafür Checklisten bzw. ein systematisches Vorgehen ? Ich werde in den nächsten Beiträgen versuchen, sowas in meinem Kopf zu entwickeln. Vor der Empfehlung, ob oder was man tut, müsste doch die Problemanalyse kommen.

      Schritt 1 Mit dem Kind reden

      Antwort
      • 09.12.2014 um 19:26
        Permalink

        „Vor der Empfehlung, ob oder was man tut, müsste doch die Problemanalyse kommen.“

        -Habe mich da etwas missverständlich ausgedrückt, sorry. Wenn ich – als Lehrer, Papa, Therapeut oder in einem anderen Setting – ein Kind vor mir habe, bei dem aufgrund bestimmter Defizite und Mechanismen die es zeigt, eine Rechenschwäche/Dyskalkulie Thema sein könnte, und meine Institution oder ich selbst eine entsprechende professionelle Einschätzung nicht leisten kann, würd ich das gerne schon möglichst bald von jemandem abgeklärt wissen, der das eben kann.

        Mit dem Kind reden ist ganz wichtig, aber isoliert, vor der Hintergrund einer möglichen Rechenschwäche, finde ich es in dem Fall sogar wichtiger, erstmal Klarheit darüber zu haben, was das Kind möglicherweise kompensatorisch und adaptiv leisten muss, um im schulischen Kontext Schritt zu halten. Sonst läuft man ja evtl. doch wieder Gefahr, an das Kind Dinge zu kommunizieren, die es überfordern oder konfliktträchtig sind. Ich würd mal eher nicht davon ausgehen, dass ein Kind einen Dyskalkulie-Eigenverdacht äußern würde. Oder hab ich da grad was komplett missverstanden?

        „Mein Problem ist zunächst, dass man ein kleinschrittiges Vorgehen zur Beschreibung bzw. zum Verständnis des Problems von Nele entwickeln muss.
        Gibt es dafür Checklisten bzw. ein systematisches Vorgehen ?“

        -Meinst du jetzt im Bezug auf die in deinem Blogpost angeführten Beispiele konkret, oder wie? Verstehe ich grad nicht ganz.

        Liebe Grüße aus Köln

      • 10.12.2014 um 09:01
        Permalink

        Ich stelle nur fest, dass Nele überhaupt nicht allein mit ihrem Matheproblem ist.
        Wenn ein Lehrer ein Problem mit dem Schüler hat, sind die Eltern Schuld. Zur Klärung des Problems, wäre aber zunächst die Schule verpflichtet.

        Mir ist aber gar nicht klar, wo eigentlich die ganzen Problemebenen liegen.

        Um nur mal beim Lehrer anzufangen :
        1. War der Unterricht hochstrukturiert, d.h. lehrte er wirklich etwas ?
        2. Wo blieben Lernstandskontrollen bzw. Rückmeldungen über Defizite im Unterricht an die Schülerin bzw. die Eltern
        3. Wurden Hausarbeiten kontrolliert, wo man Lernstandsdefizite erkennen könnte ?
        4. Gibt es eine Modellkorrektur dieser Klassenarbeit `?
        5. Warum gibt es keinen Notenspiegel, wo man seinen eigenen Lernstand überprüfen kann (diese Arbeit ist insgesamt grottig schlecht ausgefallen, obwohl die Aufgaben ja „lösbar“ sind).
        6. Sind da 32 schlechte Schüler in einer Klasse unglücklich statistisch zusammengetroffen oder macht ein Lehrer seine Arbeit nicht ?

  • 08.12.2014 um 20:01
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    Ich mache das mit meinem Fünftklässler so: wir sprechen durch, ob er verstanden hat, was gefragt ist. Ich lasse ihn erklären und schreibe mit, dann schalten wir die „Wie will der Lehrer das wohl haben“-Korrektur an und ich schreibe das Ergebnis auf. Bei Rechenfehlern sage ich ihm, dass da ein Rechenfehler war. Ich lasse ihn nicht eine Aufgabe, die er einmal falsch gemacht hat, nochmal rechnen – er macht unweigerlich mehr Fehler als vorher. Am Ende habe ich die Korrektur dann sauber auf einem Blatt und lasse ihn die abschreiben – für ca. die ersten drei Aufgaben. Von da an (Kind ko, merkt sich sowieso nichts mehr) übernehme ich mehr davon – Hauptsache, er kommt am nächsten Tag mit der fertigen Korrektur in die Schule.
    Nebenbei notiere ich mir, wo er Verständnisschwierigkeiten hatte und wo er sich viel verrechnet hat. Am nächsten Tag, an dem er mit Migräne zu Hause ist, lasse ich ihn diese Bereiche mit einem wunderschönen Lernprogramm im Internet üben, das kleinschrittig aufgebaut ist und an den richtigen Stellen lobt. Und wo das nicht reicht, suche ich mir noch passende Erklärungs- und Übesachen für ihn zusammen. (Wenn ich dabei nicht auf interessante Blogs stoße und mich festlese…)
    Und ich bin jedes Mal auf 180, weil es in meiner Schulzeit nämlich nicht Sache der Eltern war, solche Aufgaben zu erledigen – Korrekturen wurden gemeinsam im Unterricht gemacht, an der Tafel vorgerechnet und abgeschrieben. Und: gibt es etwas Frustrierenderes als sich an genau der Arbeit, in der man so offensichtlich versagt hat, noch mal abzuarbeiten? Entweder man kommt genauso durcheinander wie beim Schreiben oder aber man ist frustriert, dass es zu Hause klappt und in der Schule nicht geklappt hat.

    Falls nun jemand einen Tipp hat, wie man Fragen mit „Operatoren“ (begründe, leite her, erläutere…) üben kann… dann hätte ich Zeit um noch mehr Blogs zu lesen 😉

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    • 09.12.2014 um 07:45
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      Super Kommentar.
      Das leitet für mich dann in die nächste Stufe bzw. Beitrag über, den ich eigentlich schon vorher geschrieben hatte. Lernbegleitung bzw. als Tutor wirken.

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      • 11.12.2014 um 10:05
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        Nein. Aber sehr sehr gut und klar strukturiert. Sehr hilfreicher Link. Danke.

        Ich finde ja, dass Mathe grundsätzlich ein sehr wichtiges und tolles Fach ist. Während meiner Schulzeit war ich immer relativ schlecht in Mathe, habe aber dennoch mehrere Kurse parallel belegt. Weil ich gehofft habe, es wenigstens bei einem Lehrer vermittelt zu bekommen, was mich interessiert. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
        Ich bin dann an die PH Lüneburg während der Oberstufe und habe da Informatik angefangen. Die Algorhythmen haben mir echt weiter geholfen meinen Spass an Schule nicht völlig zu verlieren.

    • 11.12.2014 um 21:06
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      Ich habe noch ein bisschen rum gesucht. Eine Lehrerin hatte mir einen Tipp mit Youtube gegeben.

      beckuplearning Playlists
      Nachhilfetv
      Simplemath (das ist im Jugendslang und zum Teil musikalisch/rhythmisch unterlegt)

      das werden einzelne mathematische Probleme erklärt. Der Vorteil, man kann so oft „zurückspulen“ wie man mag, der Lehrer wird nicht sauer ob der 100erdsten Wiederholung.

      Geogebra ist ein kostenloses Lernprogramm was auch nützlich ist.

      Vielleicht ist etwas dabei, was bei dem einzelnen Kind das richtige ist. Denn nicht jedes Kind kann etwas mit Musik anfangen und nicht jeder etwas mit einem strikten Lehrer. 😉

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