ADHS und Job-Wechsel (Heiner Lachenmeier)

Vor einigen Monaten hat mich Corrie Neuhaus auf eine (zumindest in Deutschland) weitgehend unbekannte Perle bzw. ein Diamant im ADHS-Bereich aufmerksam gemacht. Syndromtypisch habe ich dann erstmal vergessen, mich weiter damit zu beschäftigen. Und heute beim Ausmisten hier in der Klinik vor meinem Jobwechsel nach Bad Bodenteich wieder drauf gestossen.

Heimner Lachenmeier aus Affoltern in der Schweiz hat u.a. einen tollen Artikel zum Thema Selbstwahrnehmung bei ADHS-Erwachsenen geschrieben. Toll daran ist, dass er ein sehr praxisorientiertes Modell ausgehend von der Reizoffenheit und damit verbundenen Orientierungsstörung in seinem Filtermodell darstellt. Diesen Artikel hatte ich wiedergefunden und mir ein Loch in den Bauch gefreut. Daraufhin habe ich ein wenig im Internet gesucht.

Für mich sehr passend ist das beispielhaft in seinem Vortrag zum Thema Jobwechsel zu lesen und zu verstehen. Das funktionelle Verstehen der ADHS-Syndrome ausgehend aus einer Überforderung bzw. anderen Art der Wahrnehmung und Filterung ist ganz klasse (bzw. sehr nah an meinen oder Corries Erklärungen der Regulationsdynamik bei ADHS).

Soweit ich weiss, werde ich ihn im November nächsten Jahres hoffentlich beim ADHS-Tag in Münsingen „live“ und in Farbe erleben können. Da freue ich mich schon riesig drauf.

Damit IHR Euch auch freuen könnt, hier ein kleiner Vorgeschmack. Ich werde mir die Ratschläge jedenfalls für meinen Jobwechsel zu Herzen nehmen 🙂

Zum Vortrag von Dr. Lachenmeier

3 Gedanken zu „ADHS und Job-Wechsel (Heiner Lachenmeier)

  • 22.09.2016 um 12:04
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    Manchmal kapieren ADSler ein neues Thema viel schneller als Nicht-ADSler, aber fallen mit der Leistung schnell wieder ab, wenn es nicht mehr spannend und neu ist. Während Nicht-ADSler stetig besser werden mit ihrer Leistung und auch noch gut sind im Thema, wenn es nicht mehr neu ist.

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  • 20.09.2016 um 16:00
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    Der Vortrag ist wirklich ausgesprochen lesenswert, und er ist auch ästhetisch ein Genuss, die Abbildungen sind sowohl einfach als auch treffend, das ist eine hohe Kunst. Mehr davon!

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