ADHS und Bildschirmmedien (Teil 18)

Was tun?
Bei der Besprechung der Untersuchungsbefunde geht es ja in allererster Linie darum, den Eltern konkrete Vorschläge zu unterbreiten, ihnen also mitzuteilen, was konkret sie tun können, um den Problemen der Kinder zu begegnen.

Wie vorhin gesagt, riet ich zu einer Reduktion des Fernsehkonsums und zu einer „Game Boy Diät“. Mein Rat lautete konkret: dreissig Minuten pro Tag TV, keine „Action“, keine „schnellen Inhalte“. Als positives Beispiel erwähnte ich die Wissenssendung „Nano“ auf dem Sender 3Sat. Und wie gesagt kein Game Boy und keine anderen Computer oder Konsolen-Spiele. Ich habe den Eltern zudem geraten, sich grundsätzlich mit dem Thema Bildschirmmedienkonsum zu befassen und habe ihnen das Ratgeberbuch „Vorsicht Bildschirm“ des Arztes und Psychiaters Manfred Spitzer, seines Zeichens Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, empfohlen. Vereinbart wurde, dass ich Jan und Eric zwecks Verlaufskontrolle in drei Monaten wieder in der Sprechstunde sehe und dabei unter anderem auch eine kurze testpsychologische Nachkontrolle durchführe.

Der Schock
Was dann passierte, hat meine Arbeit mit ADHS-Betroffenen nachhaltig verändert. Es war ein kleiner Schock, wie ich ihn schon einmal vor 15 Jahren erlebte. Damals realisierte ich bei einer erwachsenen Patientin zum ersten Mal, dass sich eine ADHS mit der Pubertät nicht immer auswächst und dass auch Erwachsene von der medikamentösen Therapie mit Stimulanzien profitieren können. Was ist passiert?

Fortsetzung: Morgen 20:00, gleicher Kanal.

Buchtipp: Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft

Übersicht über alle Beiträge zum Thema: „ADHS & Bildschirmmedienkonsum“

2 Gedanken zu „ADHS und Bildschirmmedien (Teil 18)

  • 20.01.2012 um 01:28
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    >ah.. jetzt wirds spannend.. *sabber.. ich glaub ich muss Chris anbaggern… *smile

    Stehe wieder auf der Leitung, *seufz*.

    Wieso anbaggern? Soll ich etwa die Fortsetzung schneller rausrücken? Neneeee……:)
    Und ich bin ebenso unbestechlich wie meine Tochter…;)
    Die hat manches auch „zleid“ nicht mehr wollen und lieber aus Prinzip bickelhart auf etwas verzichtet, wenn ihr die Gegenleistung nicht logisch genug war.

    Ausserdem bin ich hier eigentlich nur im Hintergrund, wer wann was veröffentlicht, entscheiden die Herren selbst , ist schliesslich ihr Blog 😉

    Musst also weiter sabbern und dich leider gedulden, aber es geht bestimmt noch weiter, soviel kann ich verraten….;))))

    Antwort
  • 18.01.2012 um 20:20
    Permalink

    ah.. jetzt wirds spannend.. *sabber.. ich glaub ich muss Chris anbaggern… *smile

    Uebrigens.. wenn man mir nicht gibt was ich will, dann will ich es grad zleid nicht mehr. Damals beim Fernsehkonsum, als mein damaliger Mann immer das Fernsehkästchen haben wollte und nur rumzappte, habe ich beschlossen die Trauben seien zu sauer und den Fernsehkonsum total aufgegeben.
    Als ich dann doch einmal wieder hinschaute, wars so blöd, dass ich weiterhin verzichte. Sogar die anerkannt guten Filme schaue ich nur noch unter Zwang (jetziger Mann will halt doch mal was sehen).

    Antwort

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