ADHS als Krankheit der Stapel definiert
Allgemein

ADHS: Mehr als nur Aufschieberitis – Krankheit der Stapel


Prokrastination und Bedrohungsgefühl bei ADHS

2015 habe ich schon einmal einen Blogpost zu diesem Thema rund um Aufschieberitis geschrieben, den ich jetzt quasi überarbeitet neu poste.

ADHS, häufig trivialisiert als Aufschieberitis, wird metaphorisch als „Krankheit der Stapel“ beschrieben. Diese Bezeichnung trifft den Kern des Problems, denn ADHS geht oft einher mit einem Anhäufen von unerledigten Aufgaben und Herausforderungen.

Unter dem Blickwinkel der Neurodivergenz ist es natürlich sträflich, nun nur auf die Defizite und Probleme zu fokussieren. Aber hier geht es einmal mehr um das innere Erleben mit den „Unzulänglichkeiten“ bzw. Bedrohungsgefühl bei sich auftürmenden Aufgaben.

ADHS und seine Komplexität

ADHS ist selten eine isolierte Störung. Häufig treten zusätzliche Teilleistungsstörungen und komorbide Begleiterkrankungen auf. Dies erhöht die Komplexität der Symptomatik und macht die Bewältigung des Alltags noch herausfordernder.

Der metaphorische Stapel im Leben von ADHS-Betroffenen

Für Menschen mit ADHS oder Eltern von Kindern mit ADHS ist das Leben oft wie ein wachsender Stapel von Herausforderungen. Wie ein instabiler Turm aus Bierkästen droht dieser Stapel ständig, einzustürzen – ein Symbol für die ständige Angst vor dem nächsten Misserfolg.

Das Bedrohungsgefühl und die Unsicherheit im Alltag

Im Fokus dieses Beitrags steht nicht die Prokrastination, sondern das konstante Bedrohungsgefühl und die Unsicherheit. Für Menschen mit ADHS ist das Gleichgewicht prekär; der nächste Einsturz scheint immer nur einen Schritt entfernt.

Die Herausforderung der neuropsychologischen Fähigkeiten

Eine Kernproblematik bei ADHS ist das Fehlen bestimmter neuropsychologischer Fähigkeiten, insbesondere der Fähigkeit zur Metakognition – dem Überblicken und Planen auf einer höheren Ebene. Dies erschwert das Management des „Stapels“.

Externe Abwertungen und Missverständnisse

Häufig erfahren ADHS-Betroffene von Außenstehenden, sogar von Partnern oder Therapeuten, Unverständnis und Abwertungen. Solche Reaktionen verstärken das Gefühl der Frustration und Isolation.

Lösungsansätze für Betroffene

Wie können Menschen mit ADHS diesen Herausforderungen begegnen? Strategien wie Coaching, die Delegation von Metafunktionen und festgelegte Pläne zur Überprüfung der eigenen Situation können helfen, obwohl sie der ADHS-Natur zuwiderlaufen mögen.

Diskussion und Austausch

Zum Abschluss lade ich Sie ein, Ihre Erfahrungen und Strategien im Umgang mit den „Stapeln“ des Lebens und der Angst vor dem nächsten Zusammenbruch zu teilen. Wie bewältigen Sie diese Herausforderungen?

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Blog ADHS-Spektrum

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen